FILERIMOS
|
Insel Rhodos liegt im Südosten Griechenlands, in der Ägäis,
in der Nähe der Türkei. Aus verwaltungsrechtlichen Gründen gehört Rhodos zu der griechischen
Inselgruppe Dodekanes. Die Insel weist eine maximale Länge von Nordosten nach Südwesten ca.
72 km (ca. 45 ml) und maximale Breite etwa 35 km (ca. 22 ml)auf. Der zentrale Teil der Insel
ist durch einen Gebirgszug durchquert. Der höchste Gipfel ist der Ataviros mit über 1220 m. ü.
NN (ca. 4000 m). Die Landschaft von Rhodos ist insbesondere im Inneren sehr bergig, mit zahlreichen
sanft abfallenden Tälern. Rhodos hat ein gesundes Klima und ist für seinen fruchtbaren Boden
bekannt. Landwirtschaftlich wird die Insel vor allem für Baumwolle-, Obst-, Getreide-,
Schwämme-, und Tabak-Anbau genutzt. Die Stadt Rhodos ist das Hauptort der Insel und das
administrative Zentrum der Dodekanes.
Archäologische Entdeckungen weisen darauf hin, dass Rhodos eine wichtige Rolle in der Ägäis
Zivilisation spielte. Als die Insel im 20. Jahrhundert v. Chr. zum ersten Mal in der
Geschichte erwähnt wurde, war sie von den Dorern bewohnt, und seine größten Städte waren
damals Camirus, Lindus und Ialysus. Diese waren zu erfolgreichen Handelsstädten geworden,
die über den im gesamten Ägäis-Becken verstreuten Kolonien verfügten.
Obwohl viele Jahrhunderte in der Geschichte der Insel im Verborgenen bleiben, wurden diese drei
Städte bereits im 5. Jahrhundert v. Chr. als Mitglieder des Attischen Seebunds, eines
Bündnisses der griechischen Staaten unter der Führung von Athen, in der Chronik erwähnt.
412 v. Chr. gewannen diese drei Städte ihre Unabhängigkeit von Athen. 408 v. Chr. wurden
die Bauarbeiten zur Errichtung der Stadt Rhodos abgeschlossen. Gebaut wurde nach den
Plänen des Hippodamos von Milet, eines berühmten Städteplaners seiner Zeit. Während
der folgenden Jahrhunderte nahm die Insel an den Bürgerkriegen innerhalb Griechenlands teil.
332 v. Chr. herrschte Alexander der Große über Rhodos. Nach Alexanders Tod 323 v. Chr.
revoltierte das Volk von Rhodos und vertrieb die Mazedonier.
In 3. und 2. Jahrhundert v. Chr. erlebte Rhodos seine größte Blüte. Die Stadt konnte
zu einem berühmten Kulturzentrum, das vor allem für seine Skulpturen- und Malereimeisterwerken
bekannt wurde, aufsteigen. Erfolge in diesen Gebieten fanden ihren Ausdruck in den Gemälden
von Protogenes (4. Jahrhundert v. Chr.) und in der Arbeit von Chares von
Lindos(3. Jahrhundert v. Chr.), Autor der berühmten Statue Koloss von Rhodos (ca. 280 v. Chr.).
Im 1. Jahrhundert v. Chr. errichteten Rhodos Bildhauer die berühmte Laokoon-Gruppe.
Während dieser Periode waren die Rhodier Roms treue Verbündete. 48 v. Chr. kämpften sie an
der Seite von Iulius Caesar gegen den römischen General und Politiker Pompeius den Großen und den
römischen Senat. Ein anderer römischer General, Gaius Cassius Parmensis (1. Jahrhundert v. Chr.),
einer der Caesars Mörder, eroberte Rhodos 42 v. Chr.. Er ermordete Caesars Freunde, nahm die
Staatskasse und die Tempel in Besitz. Dieser Angriff erschütterte die Macht von Rhodos, aber
die Stadt behielt noch lange seinen Ruf als Zentrum der Wissenschaft und Lehre.
|
SANDSTRAND
|